Patientenanfrage  M.D aus Mömbris

Mein Onkologe hat mich darauf hingewiesen, dass die Chemotherapie, die ich ab nächster Woche bekommen soll, meine Mundschleimhaut schädigen kann. Eine Bekannte hat mir erzählt, dass ich dann nicht mehr alles essen darf. Worauf soll ich achten?

Antwort

Wenn sich die Mundschleimhaut geschädigt wird, kann es tatsächlich sein, dass Ihnen bestimmte Lebensmittel nicht gut tun. Deshalb sollten Sie mit stark säurehaltigen Lebensmitteln wie Zitrusfrüchten, Johannis- und Stachelbeeren und Tomaten vorsichtig sein. Auch mit dem Griff ins Gewürzregal sollten sie im Moment eher vorsichtig sein, da scharfe Gewürze und stark gesalzene Speisen brennen können. Harte oder scharfkantige Speisen wie etwa Chips oder knusprige Brotrinden, können die Schleimhaut verletzten und sollten deshalb gemieden werden. Bei sehr starken Beschwerden kann es sogar hilfreich sein, zeitweise nur flüssige oder pürierte Speisen zu sich zu nehmen. Heiße Speisen können die Schleimhäute reizen. Deshalb ist es sinnvoll, das Essen vor der Mahlzeit etwas abkühlen zu lassen.

Essen und Trinken können aber auch helfen, die Beschwerden zu verbessern. Kühle Getränke und Speisen, Eis oder Eiswürfel können Schmerzen lindern und werden in der Regel als sehr angenehm empfunden. Bei bestimmten Chemotherapien ist es sogar sinnvoll, während der Infusion Eiswürfel zu lutschen. Untersuchungen haben gezeigt, dass dies die Durchblutung in der Mundschleimhaut verringert und so die Chemotherapie dort weniger wirken kann. Ob dies in Ihrem Fall günstig ist, bitte mit Ihrem Onkologen absprechen.

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