Schwangerschaft

Einflüsse der Versorgung mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren auf Schwangerschaft und Stillzeit

Nicht nur Übergewicht und Untergewicht in der Schwangerschaft bergen Gefahren für das Baby, sondern auch Mangelversorgung mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Auswirkungen der Mangelversorgung in der Schwangerschaft sind noch im Erwachsenenalter nachweisbar.

In der Schwangerschaft wird der Grundstein für ein gesundes Leben gelegt, deshalb ist sowohl die Konstitution der Mutter als auch ihre Ernährung besonders wichtig. Eine Fehlernährung (einseitige Ernährung mit Mangelsituationen) in und vor der Schwangerschaft kann schwerwiegende Folgen haben. Das gilt nicht nur für die gesunde Entwicklung des Ungeborenen, sondern auch für eine angenehme und komplikationsfreie Schwangerschaft.

Dabei spielen neben einigen anderen Nährstoffen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren eine wichtige Rolle.

Die Plazenta versorgt den heranwachsenden Fötus mit 50–60 mg Docosahexaensäure (Omega-3-Fettsäure) pro Tag. Regulationsmechanismen in der Plazenta versuchen den Fetus auf einen bestimmtem Omega-3-Index einzustellen. Bei Müttern mit niedrigen Spiegeln führt dies zum Leeren vorhandener Speicher. Wird die Mutter gut mit Eicosapenten- und Docosahexaensäure versorgt, so zeigen sich laut Interventionsstudien folgende positive Effekte:

– Senkung des Risikos von Frühgeburten (Klinisch belegt!)
– Selteneres Auftreten einer Wochenbettdepression
– Günstigerer Verlauf der Gehirn- und Nervenentwicklung
– Verbesserung der Entwicklung des verbalen IQ, der Feinmotorik, der kindlichen Sehschärfe, der Aufmerksamkeitsfähigkeit und des sozialen Verhaltens des Kindes

Da viele junge Frauen bereits vor der Schwangerschaft nicht optimal versorgt sind, ist es schwierig die Reserven schnell aufzufüllen und den Mehrbedarf zu decken. Aus diesem Grund ist es oft empfehlenswert, eine sinnvolle Nahrungsergänzung – wenn möglich – vor und während der Schwangerschaft einzusetzen.

Metaanalysen, die systematisch Studien zu diesem Themengebiet evaluiert haben, zeigten, dass die Einnahme von n-3-LC-PUFA-reichen Ölen wie Hanföl die Schwangerschaftsdauer um 1,6 bzw. 2,6 Tagen verlängert und das mittlere kindliche Geburtsgewicht um ca. 50g erhöht*. Die Einnahme von n-3-LC-PUFA-Supplementen reduzierte die Häufigkeit von unreifen Frühgeburten vor der 34. Schwangerschaftswoche bei allen Schwangerschaften um 31% und bei Risikoschwangerschaften sogar um 61%.

Empfehlung für Säuglinge

Darüber hinaus gilt es, das Kind auch nach der Geburt optimal zu ernähren und mit ausreichend Omega-3- und -6-Fettsäuren zu versorgen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sollten gesunde Säuglinge nach Möglichkeit gestillt werden. Für eine optimale Versorgung des Kindes ist darauf zu achten, dass stillende Frauen sich ausgewogen ernähren und auch regelmäßig langkettige Omega-3-Fettsäuren mit der Nahrung oder mit nahrungsergänzender Unterstützung aufnehmen.

 

 

*Quelle: Glaser C, Koletzko B; Langkettige Omega-3-Fettsäuren in der Perinatalzeit: Aktuelle Ernährungsmedizin 2009; 34; 240-245

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