Ödem nach Bestrahlung

Hirnödem als Folge einer strahlentherapeutischen Behandlung

In der Behandlung von Patienten mit Hirnmetastasen spielt die Strahlentherapie eine wesentliche Rolle. Dabei kann es zur Ausbildung eines Hirnödems aufgrund einer Entzündungsreaktion in der Umgebung des bestrahlten Tumors kommen. Bereits einige Stunden nach der Bestrahlung kann es auftreten. In der Regel wird hochdosiertes Cortison eingesetzt, um dies verhindern. Aber auch nach Abschluss der Strahlentherapie ist ein Auftreten möglich, wenn plötzlich viele abgetötete Tumorzellen gleichzeitig abgebaut werden. Die Folge ist dann ein Zerfall von Tumorzellen (Tumornekrose), welche nicht schnell genug durch den Körper über das Gefäßsystem abgebaut werden können.

Symptomatik

Da das Gehirn durch den Schädel wie in einer Kapsel eingeschlossen ist, kommt es bei der Ausbildung eines Hirnödems zu einer Erhöhung des Hirndrucks. Dies kann zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen, Desorientierung oder neurologischen Problemen wie Krampfanfälle, Lähmungen oder Sprachstörungen führen. Ziel ist es deshalb, das Hirnödem rasch zu reduzieren, um den gefährlichen Hirndruck zu senken.

Behandlung des strahlenbedingten Ödems

Die Behandlung erfolgt in der Regel durch das Kortisonpräparat Dexamethason, das eine sehr zeitnahe Rückbildung der Probleme bewirkt. Allerdings hat Dexamethason auch ganz erhebliche Nebenwirkungen, die die Lebensqualität der Patienten deutlich einschränken. So können Cortisonpräparate z.B. eine bestehende Zuckerkrankheit deutlich verschlimmern oder sogar eine Zuckerkrankheit auslösen. Außerdem erhöht sich das Risiko, an einer Thrombose zu erkranken, das bei Tumorpatienten ohnehin schon deutlich steigt. Eine Thrombose ist unter anderem deshalb so gefährlich, weil sie zu einer Lungenembolie führen kann, die nicht selten tödlich endet. Eine längerfristige Einnahme von Dexamethason führt außerdem zu der Ausbildung eines Vollmondgesichts und einer Zunahme des Bauchumfangs bei gleichzeitiger Abnahme der Beinmuskulatur, sodass Treppensteigen und später auch normales Gehen problematisch werden.

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, ein Präparat mit antiödematöser Wirkung zur Verfügung zu haben, das zu weniger Nebenwirkungen führt und ergänzend zu einer Steroidtherapie gegeben werden kann. In den letzten Jahren hat sich hierfür Weihrauch etabliert.

Fazit

Das Hirnödem ist eine frühe Begleiterscheinung der Strahlenbehandlung des Hirntumors. Dies führt zu massiven neurologischen Problemen und wird deshalb mit Steroiden behandelt. Dieses Vorgehen führt aber leider zu einer Reihe von Nebenwirkungen, die die Lebensqualität des Patienten deutlich einschränken. Eine Dosisreduktion des Kortisonpräparates wäre deshalb wünschenswert, was durch den antientzündlich wirkenden Weihrauch möglich zu sein scheint.

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